Lebensarbeitszeitkonten und Wertguthaben einführen – Seminar für Geschäftsführer, HR und Führungskräfte
Inhaber, Geschäftsführer und Personalverantwortliche im Mittelstand stehen beim Thema flexible Arbeitszeitgestaltung vor einer zunehmend komplexen Aufgabe: Mitarbeitende wollen ihre Arbeitszeit über verschiedene Lebensphasen hinweg flexibel steuern – für Elternzeit, Pflegezeit, Altersteilzeit oder einen gleitenden Vorruhestand. Gleichzeitig soll der Betrieb verlässlich planen können, und die rechtliche Absicherung muss von Anfang an stimmen.
Die Folge: Viele Unternehmen verzichten auf Lebensarbeitszeitkonten, obwohl das Instrument genau diese Flexibilität ermöglicht – oder sie führen Langzeitkonten ein, ohne die seit 2009 geltende persönliche Haftung der Geschäftsführung für nicht insolvenzgesicherte Wertguthaben zu kennen. Beides ist vermeidbar.
In diesem Seminar erfahren Sie, wie Lebensarbeitszeitkonten und Wertguthaben rechtssicher aufgebaut, dotiert und verwaltet werden – von den gesetzlichen Grundlagen über die Insolvenzsicherung nach dem Flexi-II-Gesetz bis zur Behandlung von Störfällen und Sondersituationen. Mit maximal acht Teilnehmern bleibt ausreichend Raum, um eigene Fragestellungen einzubringen und anhand eines Fallbeispiels konkrete Regelungen zu erarbeiten.
Kommt Ihnen das bekannt vor?
- Mitarbeitende fragen zunehmend nach Möglichkeiten, Arbeitszeit anzusparen – für Elternzeit, die Pflege von Angehörigen, Teilzeit im Alter oder einen früheren Ausstieg aus dem Berufsleben. Ein verlässliches Modell fehlt bislang.
- Sie haben bereits Langzeitkonten im Unternehmen eingeführt – aber ob die Insolvenzsicherung der Wertguthaben tatsächlich den gesetzlichen Anforderungen entspricht und die persönliche Haftung der Geschäftsführung ausgeschlossen ist, ist nicht abschließend geklärt.
- Die Abgrenzung zwischen Kurzzeitkonten, Langzeitkonten und Lebensarbeitszeitkonten ist im eigenen Unternehmen noch nicht klar geregelt – und damit auch nicht, welche rechtlichen Vorgaben für welches Modell gelten.
- Sie möchten das Lebensarbeitszeitkonto als Instrument zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität einsetzen – wissen aber noch nicht, welche Dotierungsmöglichkeiten, Anlageformen und Freistellungsoptionen sinnvoll und praktisch umsetzbar sind.
- Sondersituationen wie Kündigung, Krankheit, Insolvenz des Arbeitgebers oder der Wechsel des Arbeitgebers (Portabilität) sind im bestehenden Modell noch nicht geregelt – und stellen im Zweifelsfall ein rechtliches und finanzielles Risiko dar.
Das gewinnen Sie
- Sie verstehen die gesetzlichen Grundlagen und die Funktionsweise von Lebensarbeitszeitkonten und Wertguthaben vollständig – einschließlich der Anforderungen des Flexi-II-Gesetzes an Insolvenzsicherung und Werterhaltungsgarantie.
- Sie kennen die persönliche Haftung der Geschäftsführung für nicht ordnungsgemäß gesicherte Langzeitkonten – und wissen, wie Sie diese durch eine rechtskonforme Gestaltung zuverlässig ausschließen.
- Sie lernen, welche Dotierungsmöglichkeiten und Anlageformen zur Verfügung stehen und wie Sie Freistellungsphasen – von der freiwilligen Auszeit bis zur Altersteilzeit – rechtssicher gestalten.
- Sie wissen, wie Störfälle (Kündigung, Krankheit, Insolvenz, Portabilität) im Modell geregelt werden müssen – und können entsprechende Regelungen für Ihr Unternehmen vorbereiten.
- Sie erhalten einen praxisnahen Überblick über Kosten und Leistungen für Insolvenzsicherung, Anlage und Administration – als fundierte Grundlage für die Auswahl des richtigen Partners.
Für wen ist das Seminar geeignet?
Das Seminar richtet sich an
- Inhaber,
- Geschäftsführer,
- Führungskräfte,
- Personalleiter,
- Leiter Finanzen,
- Betriebsräte und
- alle Personalverantwortlichen,
die Lebensarbeitszeitkonten und Wertguthaben im eigenen Unternehmen rechtssicher einführen oder ein bestehendes Modell auf seine Rechtskonformität hin überprüfen und weiterentwickeln möchten.
Maximal 8 Teilnehmer – für einen intensiven Austausch und ausreichend Raum für individuelle Fragen und die Bearbeitung eigener Fallkonstellationen.
Darum geht es im Seminar
- Gesetzliche Grundlagen: Flexi-II-Gesetz, SGB IV, arbeitsrechtliche Rahmenbedingungen – was gilt für Lebensarbeitszeitkonten und Wertguthaben?
- Ziele und Funktionsweise: Wie unterscheiden sich Langzeitkonten von Kurzzeitkonten – und was macht das Lebensarbeitszeitkonto als personalwirtschaftliches Instrument besonders?
- Abgrenzung zu Kurzzeitkonten: Was ist wo geregelt – und welche Konsequenzen hat die falsche Zuordnung?
- Mögliche Geltungsbereiche und Teilnehmer: Für wen gilt das Modell im Unternehmen – und welche Differenzierungen sind zulässig?
- Dotierungsmöglichkeiten: Welche Entgelt- und Zeitbausteine können eingebracht werden?
- Anlageformen nach dem Flexi-II-Gesetz: Welche Anlageoptionen stehen zur Verfügung – und was schreibt das Gesetz zur Werterhaltungsgarantie vor?
- Insolvenzsicherung: Welche Anforderungen gelten – und wie wird die persönliche Haftung der Geschäftsführung rechtssicher ausgeschlossen?
- Verwendung und Entnahme: Freistellungsgründe, -phasen und -möglichkeiten – gesetzliche und freiwillige Optionen im Überblick
- Störfälle und Portabilität: Kündigung, Krankheit, Arbeitgeberwechsel, Insolvenz – wie werden diese Sondersituationen geregelt?
- Urlaub und Krankheit während der Freistellungsphase: Was gilt rechtlich – und was sollte im Modell geregelt sein?
- Anbieterüberblick: Kosten und Leistungen der Anbieter für Insolvenzsicherung, Anlage und Administration im Vergleich
So arbeiten wir
Praxisnah, strukturiert und mit klarem Fokus auf rechtssichere Umsetzbarkeit: Die Referenten geben fachlichen Input zu den rechtlichen Grundlagen, der Gestaltung von Wertguthaben und der Behandlung von Sondersituationen – verständlich aufbereitet und mit konkretem Mittelstandsbezug. Praxisbeispiele illustrieren die Anforderungen und machen abstrakte Regelungen greifbar. Darüber hinaus besteht ausreichend Gelegenheit, eigene Fragestellungen einzubringen und im Plenum zu diskutieren – bis hin zur gemeinsamen Erarbeitung konkreter Regelungsentwürfe.
Das nehmen Sie mit
Nach dem Seminar wissen Sie, wie Lebensarbeitszeitkonten und Wertguthaben rechtssicher aufgebaut, dotiert und verwaltet werden – und welche Anforderungen das Flexi-II-Gesetz an Insolvenzsicherung und Werterhaltung stellt. Sie kennen die relevanten Sondersituationen und deren Regelungsbedarf, haben die persönliche Haftung der Geschäftsführung klar im Blick – und verlassen das Seminar mit konkreten Regelungsansätzen, die Sie direkt in Ihr Unternehmen übertragen können.
Seminarleitung
Termine und Uhrzeit
Dieses Training wird regelmäßig in Nürnberg, Würzburg, Bamberg, Bayreuth, Coburg, München, Ingolstadt, Augsburg und Regensburg durchgeführt. Darüber hinaus ist eine Durchführung des Seminars als Inhouse-Schulung für Ihr Unternehmen möglich. Bitte teilen Sie uns mit, wenn Sie sich für einen zukünftigen Termin vormerken lassen wollen oder Sie ein Angebot über die Durchführung eines Inhouse-Seminars wünschen.
Teilnahmegebühr
auf Anfrage
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